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Von der Liebe zu alten Geländewagen…

…und wie man es schafft, John Wayne so unter den Tisch zu trinken, dass er stundenlang nicht mehr aufstehen kann.

Wissen Sie eigentlich, warum Sie so auf alte Geländewagen „abfahren“? Wahrscheinlich geht es Ihnen so wie unserem Chef Gerd Cordes, wahrscheinlich haben sie als Kind irgendwann mal den Filmklassiker „Hatari!“ gesehen. Ein US-amerikanischer Abenteuerfilm über eine Handvoll Großwildjäger in Ostafrika, gedreht 1961 im heutigen Tansania. Regie führte Hollywood-Legende Howard Hawks. Als Hauptdarsteller sieht man John Wayne und Hardy Krüger!

Nicht nur ein Abenteuerfilm, nein, ein echter Männerfilm war das damals Anfang der sechziger Jahre. Tagsüber rasante Fahrten mit Geländewagen durch die afrikanische Steppe und abends dann harter Alkohol und ohne Ende Zigaretten. So war das eben damals, nicht nur im Film.

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Der Film zeigt die Geschichte von ein paar Großwildjägern, die in Ostafrika einem echt gefährlichen Job nachgehen: Mit klapprigen Geländewagen durch die mit Löchern übersäte Steppe rasen und wilde Tiere einfangen. „Hatari!“ heißt in der Sprache der Ureinwohner übrigens „Gefahr“. Und genau deshalb steht hinter dem Wort auch immer ein Ausrufezeichen!

Großwildjagd? In Afrika einfach so Tiere erschießen? Hallo, bitte nicht vergessen: Der Film wurde 1961 gedreht, und das ist verdammt lange her! Die Tiere wurden (im Film) immerhin nicht umgebracht, sondern lebend eingefangen und an Zoos verkauft.

Heute wäre das alles natürlich völlig undenkbar.

Egal, wie reaktionär, verstaubt und manchmal fast albern die hier vorgelebten Ideale auch erscheinen, Hatari! war und ist trotzdem sehenswert. Zweieinhalb Stunden Afrika, zweieinhalb Stunden tolle Bilder. So wilde Fahrszenen mit Geländewagen wie hier hatte es vorher nicht gegeben. Angeblich wurde sogar ohne Stuntman gedreht.

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Dieses Foto zeigt eine Szene aus Hatari! Links Hardy Krüger, rechts John Wayne. Auch politisch waren die beiden weit auseinander.

Margarete Trappe: Schon lange vor den starken Kerlen gab es hier eine viel stärkere Frau!

Hardy Krüger hat sich bei den Dreharbeiten so in das Land verliebt, dass er sein Honorar sofort vor Ort investiert hat. Zusammen mit einem Kollegen hat er einen Teil der Farm, auf dem Hatari! gedreht wurde, kurzerhand einfach gekauft.

Das Anwesen war nicht einfach nur ein großer Bauernhof, es war die „Momella Farm“ der berühmten deutschen Abenteurerin Margarete Trappe. Auf der Internetseite des Anwesens (heute heißt die Farm „Hatari Lodge“ und ist ein Museum) gibt es einen sehr interessanten Aufsatz über die Abenteurerin. Sie konnte schneller reiten und besser schießen als alle Männer weit und breit! Von den englischen Offizieren, die sie im Ersten Weltkrieg von ihrem Anwesen vertreiben wollten, und die sie immer wieder austrickste, wurde sie respektvoll „Iron Lady“ getauft.

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Dass Hardy Krüger und sein Freund nach den Dreharbeiten die Farm gekauft haben, hängt auch mit dieser berühmten Vorbesitzerin zusammen: Sie heißt Margarete Trappe. Googlen Sie bitte ihren Namen. Es erwarten Sie abenteuerliche Geschichten ohne Ende.

Hier der Link zur Hatari Lodge: http://www.hatarilodge.de/files/geschichte_margarete-trappe.pdf
Wikipedia schreibt über Margarete Trappe: „[…] Auf Grund ihres ungewöhnlichen Lebenslaufes, insbesondere als weiße Frau in einem afrikanischen Land, und ihres fairen Verhaltens gegenüber den einheimischen Massai und den Tieren wurde sie in Tansania sehr bekannt. Man nannte sie dort die ‚Mutter der Massai‘.“ Hier der Link zum ganzen Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Trappe

Über ihr Leben in der von Männern dominierten Steppe Ostafrikas finden sich im Internet viele interessante Artikel. Hier abschließend noch ein weiteres Beispiel von der Seite fembio.org:
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/margarete-trappe/

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Sein aktuelles Buch „Was das Leben sich erlaubt“ hat Hardy Krüger am 6. November 2016 in Hamburg vorgestellt. Gerd Cordes war bei der Lesung dabei.

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Die Veranstaltung im „Winterhuder Fährhaus“ in Hamburg wurde von Markus Lanz moderiert. Man hat als Zuschauer gemerkt, dass sich die beiden nicht nur kennen, sondern auch mögen.

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Geduldiges Autogramme schreiben nach der Lesung: Obwohl mittlerweile 88 Jahre alt, hat Hardy Krüger tapfer durchgehalten. Neben ihm seine dritte Ehefrau, die Amerikanerin Anita Park. Sie ist immer an seiner Seite, mit ihr ist er seit mittlerweile 40 Jahren verheiratet.

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Die Gelegenheit, ein Autogramm zu bekommen hat sich unser Chef natürlich nicht entgehen lassen.

Und Eines noch: Wie trinkt man denn jetzt einen Mann wie John Wayne unter den Tisch?

Die Dreharbeiten von Hatari! und das, was am Set sonst noch so passierte, waren bei dem Gespräch zwischen Markus Lanz und Hardy Krüger natürlich auch ein Thema. Als Krüger den Trick verriet, wie er den weit über einhundert Kilo schweren und 1,93 Meter großen Wayne an der Bar zur völligen Verzweiflung brachte, gab es vom Publikum lautes Gelächter und langen Applaus.

Hierzu ein kurzer Auszug aus einem Interview mit Hardy Krüger aus dem Jahr 2011. Das ganze Interview können Sie auf der Internetseite der Frankfurter Rundschau nachlesen, es lohnt sich. Ganz unten finden Sie den Link!

Auszug aus dem Interview Frankfurter Rundschau vom 6. Januar 2011

Frankfurter Rundschau:
Ihre Liebe zu Afrika begann 1960 mit dem Abenteuerfilm „Hatari“. Während der Dreharbeiten hat John Wayne Sie zu einem Trinkduell herausgefordert. War er wirklich so ein harter Trinker, wie man es ihm nachsagt?
„Tagsüber nicht. Wir haben großartig miteinander gearbeitet. Aber Freunde, Hollywood-Filmleute, die ihn kannten, hatten mich vorgewarnt: Rede nicht über Politik und trink auf keinen Fall mit ihm. Ich habe also versucht, beides zu vermeiden.“

Frankfurter Rundschau:
Mit Erfolg?
„Nein, er hat einfach nicht locker gelassen. Ich wusste, er konnte enorm viel vertragen. Also bin ich erst mal in die Küche gegangen und hab ein paar Löffel Öl eingenommen als Unterlage. Das hat geholfen. Am Ende musste ich ihn in sein Zimmer schleppen. Wir kamen prächtig miteinander aus, nur politisch haben wir uns meist gestritten. Ich bin liberal eingestellt und war für ihn, den Republikaner, ein „Commie“.“

Frankfurter Rundschau:
Ein Kommunist.
Hardy Krüger:
„Für einen Republikaner ist jeder Liberale ein Kommunist, daran hat sich bis heute nichts geändert.“

Hier der Link:
http://www.fr-online.de/panorama/interview-mit-hardy-krueger–das-tut-mir-im-herzen-weh-,1472782,5078006.html

In „Was das Leben sich erlaubt – Mein Deutschland und ich“ schreibt Hardy Krüger offen und sehr persönlich über seine Kindheit und Jugend im nationalsozialistischen Deutschland, über seine Erlebnisse und Erfahrungen. Auch zur aktuellen Politik bezieht er offen Stellung.

Wenn Ihnen die kleine Geschichte mit John Wayne gefallen hat, sollten Sie im Buchladen auf jeden Fall „Wanderjahre“ von Hardy Krüger einmal anlesen. Geschichten und Anekdoten wie die mit John Wayne gibt es hier viele.

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