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Werkstatt

Sommer 2008: Design-Pläne für die Werkstatt in Hamburg

Um der (verständlichen) Frage, „was hat denn der alte Bus mit der neuen TimeMAX-Halle zu tun?“, vorzubeugen, möchten wir an dieser Stelle zunächst kurz auf das unten abgebildete immer noch betörend schöne Fahrzeug eingehen: Es ist ein DO 56 Doppeldecker aus den fünfziger Jahren. Er wurde in Bautzen gebaut und in Ost-Berlin eingesetzt. In ganz Deutschland existieren nur noch drei dieser Fahrzeuge. Einer ist restauriert und steht bei den Berliner Verkehrsbetrieben sicher und trockenen der Halle. Der zweite ist einer großen Diskothek in Berlin als DJ-Kabine eingemauert worden. Der dritte und letzte ist der grüne Bus von unserem Foto.

Der Doppeldecker war für unsere neue Halle als „funktionale Innendekoration“ gedacht. Um den Charme des alten Wagens zu erhalten, wollten wir ihn außen unverändert lassen und lediglich innen vorsichtig renovieren und ausbauen. Er sollte innerhalb der neuen Halle in der Nähe des Eingangs abgestellt werden. Auf der linken Seite sollte er mit einem Glasanbau für unser Büro versehen werden.
Damit unsere Kunden gleich beim ersten Besuch an eine Zeitreise in längst vergangene Epochen des Fahrzeugbaus  erinnert werden, war geplant, die vorderne Tür des Busses war als Eingang zu nutzen. Auf dem Weg ins dahinter geplante Büro wären unsere Kunden durch den Bus gegangen. Soweit der Plan…

…aus dem Vorhaben, den Do 56 aus Berlin als Blickfang in unsere Werkstatt zu integrieren, wurde nichts.

Weil der D 56 nicht mehr fahrbereit war, wollten wir ihn auf einem Tieflader nach Hamburg transportieren. Das Projekt scheiterte u. a. an der Durchfahrtshöhe der Autobahnbrücken. Und wenn wir ehrlich sind, hat uns auch der zu erwartende Arbeitsaufwand ein bischen abgeschreckt…
Aus der Rettung des seltenen Doppeldeckers wurde auch deshalb nichts, weil wir eine fahrbereite Alternative gefunden haben, die wir sogar für Messen nutzen können (siehe Schluß dieses Kapitels).
Informationen zu dem längst vergessenen Fahrzeugtyp finden sich auf der Seite des Denkmalpfegevereins Berlin e. V. unter www.dvn-berlin.de

Auch aus unserer zweiten (Bus) Option für die neue Werkstatt wurde nichts. Aber auch dieser alte Bus hat so viel Charme, dass wir ihn an dieser Stelle zeigen wollen. Es ist ein umgebauter Büssing-D2U-Doppeldecker aus Berlin, ein 60er Jahre Stadtbus.

….und noch eine Design-Option für unsere neue Werkstatt, die wir dann nicht verwirklicht haben: Ein Büssing D2U im passenden TimeMAX-Farbton aus Berlin. Er wurde liebevoll ausgebaut und restauriert. Der Bus kann z. B. für Veranstaltungen gemietet werden. Infos unter www.buzzbar.de

Ausbau der neuen Halle

Als wir im Sommer 2008 in Hamburg und Umgebung nach einer neuen Werkstatt gesucht haben, waren uns einige Punkte besonders wichtig:
-Wie in unserer alten Werkstatt auch, sollten in der neuen Halle alle drei TimeMAX-Abteilungen, d. h. das Trockeneisstrahlen, die Karosseriebauabteilung und die Rostsschutzabteilung, räumlich von einander getrennt werden.
-Damit auch wirklich alle Kundenwagen, also auch die, die gerade nicht bearbeitet werden, sicher und trocken stehen, war es für uns von großer Bedeutung, dass die neue Werkstatt ausreichend Platz bietet. Da die Halle im Albert-Schweitzer-Ring fast 2000 Quadratmeter Grundfläche hat, erschien sie uns für unsere Bedürfnisse ideal. Die Kundenwagen stehen jetzt ausnahmslos sicher und trocken. Diesen ganz besonderen Service können nur ganz wenige Werkstätten ihren Kunden bieten.
-Da das Trockeneisstrahlen der Unterböden (siehe Kapitel „Trockeneisstrahlen“) extrem laut ist, haben wir in der neuen Halle für die Strahlarbeiten eine seperate Schallschutzhalle gebaut. So ist es sicher gestellt, dass die Konzentration der Mitarbeiter nicht durch Lärm gestört wird.

August 2008: Die neue Halle vor unserem Umbau.

November 2008: Ein Blick aus der Gegenrichtung: Bau der Wände für die Rostschutz-Abteilung. Der neue Eingang wird zwischen den beiden auf Seecontainern abgestellten Jaguar-Scheunenfunden entstehen (Jaguar XJ 6 Daimler und MK 10 hinten links).

Dezember 2008: Spachtelarbeiten an den fast fertigen Wänden der Karosserie-Abteilung. Hinten rechts der Neubau der Schallschutzhalle für das Trockeneisstrahlen. Damit sich der Lärm nicht auf die Dachkonstruktion überträgt und die Konzentration unserer Karosseriebauer stört, hat die Halle ein seperates Dach aus gegossenem Beton.

Januar 2009: Die Karosseriebau-Halle kurz vor der Fertigstellung

Januar 2009: Die extra abgetrennte Halle für den Bereich Korrosionsschutz ist bis auf letzte Arbeiten an der Elektroinstallation fast fertig. Der Abstand der Bühnen zueinander wurde in allen Hallen großzügig ausgelegt, damit sich die Karosseriebauer bei der Arbeit nicht gegenseitig stören. 

Januar 2009: Der frisch erworbene MAN SD 200 Doppeldeckerbus steht an seinem Platz in der Halle.

Wie schon im Kapitel „Hohlraum und Unterboden“ beschrieben, fotografieren die Karosseriebauer bei TimeMAX jeden ihrer Arbeitsschritte, damit die Kunden alle Arbeiten am Fahrzeug nachvollziehen können. Pro Auftrag kommen so oft mehrere hundert vorher/nachher Fotos zusammen. Die Fotos werden am Ende eines jeden Arbeitstages kurz geordnet und sortiert. Obwohl die tägliche Auswertung nur 10 oder 15 Minuten dauert, ist sie in unserer Werkstatt zu einem festen Ritual geworden: Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherng.

Für die tägliche Auswertung der Fotodokumentation haben wir in der Halle unseren immer noch  fahrbeiten Doppeldecker-Bus abgestellt. Der MAN ist nach seiner Zeit als Berliner Stadtbus in Ostfriesland als Schulbus eingesetzt worden. Er hat bis jetzt eine Million Kilometer Laufleisung bewältigt und springt immer noch ohne Probleme an. Der Farbton RAL 2004 passt perfekt zu seiner neuen Aufgabe in unserer Werkstatt: Es ist TimeMAX Orange!
In dem umgebauten und sehr geräumigen Bus von 1981 sind jetzt die Computer für die Foto-Auswertung untergebracht. Weil der immer noch verkehrstüchtige Doppeldecker-Bus auch für Veranstaltungen und Messen genutzt werden soll, haben wir das Büro in die Halle ausgelagert.

Der Showroom …

…bei TimeMAX soll dem Besucher auf dem Weg vom Eingang in die Werkstatt eine kleine Geschichte erzählen.

Eingangsbereich und Showroom der neuen Werkstatt im Albert-Schweitzer-Ring: das obere Foto ist eine aus sechs Fotos zusammengefügte Panoramaaufnahme. Die untere Aufnahme ist perspektivisch korrekt abgebildet. Die See-Container und die alte Gangway sollen ein Zeichen setzen: Wir kommen aus Hamburg und wir sind gerne hier!

   
Damit wir in der fast sieben Meter hohen Halle nicht so viele Wände bauen müssen, haben wir zur Begrenzung des Eingangsbereiches Seecontainer aufgestellt. So hatten wir dann auch gleich einen passenden Platz für unsere Jaguar Scheunenfunde.

Der graue MK 10 kommt aus einer Scheune bei Bremen. Er war dort rund 25 Jahre „vergessen worden“. Als wir ihn 2005 mit viele Stroh und ausgestopften Hühnern auf der Bremen Classic Motorshow (www.classicmotorshow.de) ausgestellt hatten, wurde unser Einsatz mit dem Sonderpreis der Jury belohnt. Informationen zu dem Projekt finden sich auf der im Februar 2005 veröffentlichten Internetseite www.scheunenfund.info

Der auf dem anderen Container geparkte blaue XJ 6 Daimler von 1980 ist ein Fundstück aus erster Hand. Der Chauffeurswagen aus London wurde von einem deutschen Studenten aus England „mitgebracht“. Der sympatische junge Mann aus Köln hatte die Reparaturkosten jedoch unterschätzt. Beim Verkaufsgespräch mussten wir versprechen, den Wagen „bitte auf gar keinen Fall auszuschlachten“. Wir glauben einen passenden Altersruhesitz gefunden zu haben!

   
Das wichtigste Ausstellungsstück im Showroom ist der Fiat 850 Sport Spider von TimeMAX-Gründer Gerd Cordes. Unser Geschäftsführer hatte den Wagen in einem sehr schlechten Zustand als Mechaniker-Lehrling 1984 gekauft.

Nach jahrelangen umfangreichen Schweißarbeiten wurde der Wagen mit schon damals selbsthergestellten Korrosionsschutzfetten perfekt gegen Rost geschützt. Ohne die an dem Wagen gewonnenen Erfahrungen, wäre es wohl nicht zur Gründung unserer Firma gekommen.

Der weiße Testkasten links vor dem Fiat stammt von einem großen Auto Bild Rostschutztest, den Gerd Cordes als Journalist und Rost-Experte von 1998 bis 2001 an der Universität Oldenburg durchgeführt hat. Daneben werden die Original-Bleche eines Tests der Sendung „ARD Ratgeber Technik“ präsentiert. Auch diesen Test hat unser Firmengründer selbst konzipiert und eigenverantwortlich durchgeführt. Bei dem am Institut für Korrosionsschutz in Dresden (IKS) durchgeführten Test wurden Rostschutzgrundierungen und Rostumwandler 18 Monate bewittert und geprüft-noch ein wichtiger Baustein für die Gründung von TimeMAX.

Für unsere oft auswärtigen Kunden aus dem Süden Deutschlands, aus Österreich und der Schweiz ist der „maritime Look“ im Eingangsbereich unserer neuen Werkstatt ein echter Hingucker. Die alte 6 Meter lange Gangway hatten wir auf der dem Gelände einer alten Hamburger Werft entdeckt (und gleich mit genommen).

Adresse

TimeMax GmbH und Co. KG
Albert-Schweitzer-Ring 39
22045 Hamburg
Telefon: 040 - 460 93 91 0

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