Über Gerd Cordes

Gerd Cordes – Chronologie der Ereignisse.
Vom Mechaniker zum TV-Journalist und zurück in die Werkstat
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…vor 1989 
Nach der Restauration des Fiat Spiders erste Experimente und Tests mit Korrosionsschutzmitteln für Hohlräume. Gerd Cordes` Erkenntnisse damals: Wachse sind gut zu verarbeiten und haften relativ gut auf senkrechten Flächen. Sie werden aber schnell spröde, wenn die Lösemittel ausgegast sind. Auch die bei alten Autos so wichtige Kriechfähigkeit des Mittels ist bei Wachsen ein Problem. Die meisten Wachs-Produkte funktionieren in den bei Oldtimern rostigen und verschmutzten Hohlräumen nur sehr kurze Zeit. Den bei alten Autos oft vorhandenen Straßenschmutz in den Hohlräumen und den ebenfalls oft dicken Blattrost im Innern der Karosserie können sie eh nicht durchdringen.

Erste vielversprechende Versuche mit selbst gemischten Korrosionsschutzfetten, die vor der Verarbeitung erhitzt werden. Sie zeichnen sich durch sehr gute Langzeitkriechfähigkeit aus, haben aber den Nachteil, dass sie im Sommer aus der Karosserie tropfen, weil sie schlecht auf dem Blech haften. Schon damals deutete sich an, was später Gewissheit werden sollte: Am Besten wäre wohl ein Produkt, das die guten Eigenschaften von Wachs (leichte Verarbeitung, gute Haftung) und Fett (gute Kriechfähigkeit) in sich vereint.

1989 – 1996
Magister-Studium an der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster. Hauptfach Kommunikationswissenschaften. 1990 erste Veröffentlichungen als Journalist zum Thema Korrosionsschutz.

1996
Entwicklung und Durchführung eines Langzeittests für das TV-Magazin „Faszination Oldtimer“. 15 von innen angerostete Blechbehälter wurden mit Hohlraumkonservierungen behandelt. Der Testablauf war eng an die „Kaffedosen-Tests“ aus der Anfangszeit angelehnt. Das Ergebnis nach 18 Monaten Wettrosten war eindeutig: Ein nicht aushärtendes Korrosionsschutzfett gewann den Test. Es war das Material von Michael Sander aus Horst bei Hamburg. Obwohl die Fette dazu neigten, im Sommer aus der Karosserie zu tropfen, waren sie schon 1996 deutlich besser als die Wachsprodukte.

1998 – 2000
Entwicklung und Durchführung des bislang weltweit größten Langzeittests zum Thema „Rostschutzgrundierungen und Rostumwandler“ für das TV-Magazin „ARD Ratgeber Technik“ am angesehenen „Institut für Korrosionsschutz“ in Dresden.

Von Gerd Cordes behandelte Testbleche auf dem Bewitterungsstand des Institutes für Korrosionsschutz in Dresden.

Insgesamt 33 Mittel wurden auf bereits angerosteten Blechen verarbeitet und ein Jahr im Freien bewittert. Das Ergebnis: Hervorragende Ergebnisse für Rostschutzgrundierungen mit hoher Langzeitkriechfähigkeit. Sie dringen tief in den Rost ein und härten nicht aus. Über die von ihm selbst durchgeführten Tests am Institut für Korrosionsschutz in Dresden hat Gerd Cordes als NDR-Fernseh-Autor zwischen 1998 und 2000 mehrere Filme für den „ARD Ratgeber Technik“ gedreht.

1998 – 2002
Zeitgleich bereitete Gerd Cordes an der Universität Oldenburg im Fachbereich Chemie einen weitere Langzeittest für AUTO BILD vor. Das Besondere an dieser Untersuchung: Wie auch bei alten Autos waren die Testbehälter von innen angerostet. In den Testbehältern eingeschweißte Winkelbleche simulierten verwinkelte Strukturen innerhalb von Auto-Hohlräumen und sollten zeigen, wie weit die Mittel in die Blechfalze kriechen. Der für einen Zeitraum von drei Jahren konzipierte Test wurde in Kooperation mit der Abteilung „Korrosionsschutz“ von der Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung in Berlin (BAM) durchgeführt. Der Auto Bild Test war die erste Zusammenarbeit zwischen dem BAM-Abteilungsleiter Dr. Wilhelm Erning und dem späteren TimeMAX-Gründer Gerd Cordes.

Universität Oldenburg: Filmaufnahmen mit Prof. Dieter Schuller vom Fachbereich Chemie für den ARD Ratgeber Technik. Zu dieser Zeit  gab es für Gerd Cordes viel zu tun: Er hatte nicht nur den Auto Bild Test entwickelt und durchgeführt, er war auch für die Berichterstattung zuständig.

Auch von Professor Schuller hatte Gerd Cordes viel gelernt. Der Chemie-Professor war für knapp 2 Jahre sein Chef. Gerd Cordes hatte seinen Zivildienst an der der Universität Oldenburg im Fachbereich Chemie gemacht. Alte rostige Autos mochten sie beide…. 

Im Winter wurde in der Oldenburger Universität in regelmäßigen Abständen eine vierprozentige Salzlösung in die Testkästen gesprüht. Der Salzsprühnebel sorgte für realitätsnahe Verhältnisse auf der Testwiese in Oldenburg. Für jedes Produkt gab es gleich drei Testkästen, die im Jahresabstand geöffnet und bewertet werden mussten. Insgesamt wurden 60 Testkästen bewittert. Zufallsergebnisse konnten so ausgeschlossen werden. Im Laufe der drei Test-Jahre haben Gerd Cordes und sein Auto Bild Kollege, der Kfz-Gutachter Wolf Gudlat, die Behälter immer wieder mit einem Endoskop untersucht.

Die selbstgebauten Testkästen standen drei Jahre auf dem Freigelände. Durch die Bohrungen an der Seite wurde in regelmäßigen Abständen Salzwasser gesprüht. 

Das Ergebnis nach drei Jahren war eindeutig: Platz 1 („Mike Sander´s Korrosionsschutzfett“) und 2 („Siegafett“) gingen an nichtaushärtende Korrosionsschutzfette mit Langzeitkriechwirkung. Weil die Fette vor der Verarbeitung erhitzt werden müssen, ist die Anwendung im Vergleich zu anderen Systeme aufwändig und kompliziert. Der Korrosionsschutz jedoch ist jedoch wirksam und langzeitstabiler als bei Wachsen. Sowohl für Mike Sander, als auch für das Siegafett bedeuteten die guten Plazierungen den Durchbruch auf dem Markt. Der von Gerd Cordes durchgeführte Auto Bild Test brachte die Szene in Bewegung. Er wurde im Jahr 2005 noch einmal von einer Oldtimer Zeitschrift veröffentlicht.

Bei der Weiterentwicklung der eigener Rostschutzprodukte waren die bei den Tests gewonnenen Erkenntnisse sehr hilfreich. Nach unzähligen weiteren Versuchen war nach fast 20 Jahren intensiver Forschung das Ziel erreicht: Der selbst entwickelte Korrosionsschutz auf Fettbasis hatte endlich die gewünschten Eigenschaften: Sehr gute Haftung wie bei Wachs, extreme Kriechwirkung wie bei Fett und natürlich perfekter Rostschutz. Durch sehr gute Haftung auf dem Blech konnte auch das sonst bei Fetten oft zu beobachtende Abtropfen im Sommer stark minimiert werden.

2004
Gründung von TimeMAX

Adresse

TimeMax GmbH und Co. KG
Albert-Schweitzer-Ring 39
22045 Hamburg
Telefon: 040 - 460 93 91 0

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