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Familien Links

Familien-Links, Kunst und Rost

Schuld an allem ist die Oma! Es war damals 1932 in Ostpreußen. Erst bekam Oma das 12. Kind und dann das „Goldene Mutterkreuz“.

„Oma sei Dank“ müsste es in der Familie von Gerd Cordes wohl besser heißen. Denn ohne sie wär´ die Familie des TimeMAX-Gründers zum Einen nicht so groß und zum Anderen bestimmt auch nicht so bunt.

Der bekannteste Spross der großen Familie ist jedoch nicht er selbst, sondern sein Cousin Jan Davidoff. Er ist Künstler und lebt in München. Obwohl seine Kunst zu einem großen Teil als Industrie- und Architektur-Malerei beschrieben werden kann, steht meist der Mensch im Vordergrund, mal als riesige aber freundliche Menge, mal als anonyme Masse. Die meiste Zeit im Jahr reist Davidoff mit offenen Augen für das Besondere um die Welt. Später in seinem Atelier in München werden die Eindrücke auf die Leinwand gebracht.
Nach langen Auslandsaufenthalten kam Davidoff 2006 nach Hamburg. Die TimeMAX-Werkstatt war zu dieser Zeit im Hamburger Stadtteil Eidelstedt beheimatet.

Die TimeMAX-Halle war Teil eines riesigen aber stillgelegten Industriekomplexes. In den großen Hallen konnten nicht nur die Kundenwagen trocken und sicher geparkt werden, hier gab es auch genug Platz für das bist dato größte Atelier von Jan Davidoff. Platz ohne Ende sogar!

Für ein Jahr zog er mit seinem Equipment in die alte 400 Quadratmeter große Kantine der alten leeren Fabrik und begann zu malen.
Das überaus üppige Platzangebot hat sich sichtbar auf seine Arbeit ausgewirkt: Die Bilder wurden größer und größer. Den Aufenthalt bei TimeMAX hat Davidoff dann auch für seine privaten Interessen genutzt. Nach Feierabend wurde bei TimeMAX in der Karosseriewerkstatt mit Hilfe unserer Karosseriebauer sein Fiat 500 restauriert.

Mittlerweile hat sich Jan Davidoff in der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht. Er hat mit seinen Arbeiten diverse Preise gewonnen und stellt seine Bilder nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch weltweit aus. Seine immer noch großformatigen Bilder hängen mittlerweile in Galerien und auf Kunstmessen in Seoul, Paris, New York und natürlich auch in Hamburg.

Kontakt: www.jandavidoff.de

   
Jan Davidoff beim Trockeneisstrahlen seines Fiat 500  in unserer Werkstatt in Hamburg, rechts ein Foto aus der Süddeutschen Zeitung.

Noch ein Verwandter, der sich wie Gerd Cordes ebenfalls mit dem Thema Rost beschäftigt, ist Dieter Wolf aus Glandorf bei Münster.
Wolf ist eigentlich studierter Musiker und arbeitet seit 1974 als Trompeter beim Symphonieorchester der Stadt Münster. Um sich zu entspannen und um sich abends von seinem recht lauten Job zu erholen, hat Wolf  2001 in aller Stille begonnen, aus Schrott Skulpturen zu bauen. Seine Herangehensweise unterscheidet sich jedoch grundlegend von der eines Korrosionsschützers. Je mehr Rost, desto entspannter und desto glücklicher wird Wolf.

Seine Passion: Tierfiguren aus rostigem Industrie-Schrott. Auch alte Gartengeräte wie Äxte, Schaufeln und Harken, die er auf dem örtlichen Schrottplatz findet, kommen zum Einsatz. Tipps von Gerd Cordes zum Thema Rostschutz lehnt Wolf konsequent ab. Mehr noch: Wenn der Schrott nicht rostig genug ist, hilft er so lange mit Schwefelsäure nach, bis der Farbton endlich da ist, wo er ihn haben will. Alles andere außer rostbraun wird abgelehnt.

Kontakt: www.rostikal.de

   
Kann auch leise: Dieter Wolf vom Symphonieorchester Münster tauscht an den Wochenden seine Trompete gegen ein Schweißgerät. 

Mit nur wenig Berührungspunkten zum Thema Rost geht es jetzt mit Ruth Cordes weiter. Sie ist die Schwester von Gerd Cordes und wohnt in einer idyllischen Kleinstadt bei Bremen. Sie hat ein paar nicht ganz unwichtige Dinge im Leben geschafft, die ihr Bruder bislang noch nicht hinbekam, weil er sich seit Ewigkeiten immer um die Autos anderer Leute kümmert: Eine tolle Familie mit mittlerweile drei Kindern: Drei sehr unterschiedliche aber echt tolle Töchter.
Zurück zu den Anfängen, zurück zu den Anfängen Ihrer Malerei. Nach zwei Jahren an der kanadischen Ostküste bei der Familie von Jan Davidoff (siehe oben) wo die ersten Bilder entstanden, wollte sie nach einer Ausbildung zur Grafikerin eigentlich weg von Malerei, weg von Bildern und überhaupt allem was die Welt einfach nur abbildet, denn eigentlich wollte sie ja mit „Ursachen und Inhalten“ beschäftigen und Psychologie studieren.
Nach der Geburt der ersten Tochter, Mitte der neunziger Jahre, erinnerte sie sich an ihre künstlerischen Anfänge und begann doch wieder zu malen. Mit einer wie sie heute sagt „überraschenden Leichtigkeit“ entstanden auf einmal wieder große Gemälde, gemalt zumeist  in Öl. Zuerst ausschließlich Akte, später dann auch immer mehr Landschaften, Blumen und Portraits.
So erfolgreich wie ihr Cousin Davidoff ist sie mit ihren Bildern zwar noch nicht, aber immerhin hat sie es ab 2009 geschafft, in einigen Städten in Norddeutschland, u. a. in Bremen und in Hamburg eigene gut besuchte Ausstellungen auf die Beine zu stellen. Und weil man ihrer Malerei die „Leichtigkeit“ mit der sie entstanden ist, fast immer sofort ansieht, hat sich der wirtschaftliche Erfolg dann auch fast von selbst eingestellt.

Ein paar Berührungspunkte zum Rost gibt es natürlich auch bei Ruth Cordes. Damals in den achtziger Jahren, als ihr Bruder die Wochenenden immer an seinem 1968er Fiat Spider geschweißt hat, kam sie ab und zu mit Proviant in der Werkstatt vorbei.
Fast immer, wenn sie den Rost und die unendlich vielen großen Löcher in der Karosserie sah, hat sie den Kopf geschüttelt. Und fast immer hat sie leicht irritiert und genervt die gleiche Frage gestellt: „Sag mal Bruder, wann fährt das Ding endlich mal?“

Kontakt: www.ruthcordes.de

   
Ruth Cordes in Ihrem Atelier in Syke bei Bremen und auf der Titelseite einer Tageszeitung aus Norddeutschland.

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