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Unterbodenschutz-Test: Tim und der Sturm auf Helgoland

Hochsommer in Deutschland, auch weit oben im Norden zeigt sich das Wetter von der schönsten Seite: Knapp 25 Grad, blauer Himmel.

Für unseren Unterbodenschutz-Test sind wir für ein Wochenende nach Helgoland gefahren. Wir wollen einen Rahmen mit Testblechen abholen. Im November 2015 hatten wir ihn auf der Insel „ausgesetzt“.

Dass es hier mitten in der Nordsee in Sachen Wetter andere Gesetze gibt, wissen wir schon lange. Dass dies aber auch im Hochsommer zu einem echten Problem werden kann, das wussten wir nicht.

„Unser“ Strand mit „unserem“ Turm auf Helgoland. Auf dem sogenannten Juliusturm machen wir seit acht Jahren unsere Vergleichstests. Für Bewitterungsprüfungen mit Rostschutzprodukten ist dieser Ort ideal.

Hier testen wir unsere Produkte gegen die besten vom Wettbewerb. Auf den ersten Blick sieht alles so aus wie immer. Halt Stopp! Sehen Sie die weiße Gischt links hinter der Mole? Knapp 10 Meter hoch, oder? Verdammt, wir ahnen schon jetzt den Ärger. Das hier ist ein definitiv schlechtes Zeichen!

     
Tim: Unser Kollege aus der Werkstatt in Hamburg. Für ihn ist es die erste Reise nach Helgoland. Das Wochenende auf der Insel hat bei ihm deutliche Eindrücke hinterlassen. Ob Tim die Reise gefallen hat? Am Schluss unserer Geschichte erzählen hierzu mehr.

     
Vor der Hafenmeisterei liegt eine junge Frau auf dem Boden. Was ist passiert?

Samstag Mittag, als die Touristen-Schiffe vom Festland anlegen, plötzlich Aufregung im Hafen. Immer wieder sehen wir Rettungswagen. Sanitäter eilen herbei und helfen Urlaubern, die bei der Überfahrt seekrank geworden sind. Einigen geht es so schlecht, dass sie nicht mehr laufen können, sie müssen gestützt werden müssen. Andere werden sogar auf Tragen von Bord gebracht. Die junge Frau von den beiden Fotos oben hat es mit letzter Kraft grad noch so an Land geschafft: Endlich Schluss mit der Schaukelei! Dann liegt sie über eine Stunde auf den Pflastersteinen. Hilfe will sie nicht annehmen. Sie ist schlecht zu verstehen, mehr als flüstern schafft sie nicht: „Alles gut, geht bald wieder, lasst mich hier einfach nur liegen!“

Unser Plan, sofort nach oben auf den Turm zu steigen wird wegen des Windes erst einmal verschoben. Die Testbleche müssen warten.

Das Meer ist hier übrigens nur so glatt, weil der Strand vor dem Turm von der Mole (siehe Foto ganz oben) geschützt wird. 50 Meter weiter westlich, also auf der anderen Seite der Betonmauer, sieht das Meer ganz anders aus.

     
Heftiger Seegang, meterhohe Gischt! Kein Wunder also, dass so viele Urlauber seekrank werden.

Das halbrunde Teil aus Beton, das Sie oben auf den Fotos sehen, gehört übrigens zu einem alten Geschützstand, besser gesagt, zu dem was davon noch übrig ist. Es ist der Rest vom Fundament. Oben drauf stand mal eine sogenannte Flak, eine Flugabwehrkanone. Hiermit sollten feindliche Bomber-Flugzeuge abgewehrt werden. Helgoland war im Zweiten Weltkrieg eine stark ausgebaut Seefestung. Relikte aus der kriegerischen Zeit findet man an vielen Stellen auf der Insel. Auch hierzu erzählen wir Ihnen später noch mehr!

Inselumrundung mit der elektrischen Bummelbahn.

Unsere ursprünglichen Idee, die Insel mit einem kleinen Boot zu umrunden und Fotos zu machen fällt also buchstäblich ins Wasser. Die Wellen draußen auf dem Meer sind einfach zu hoch. Um Tim dennoch so viel wie möglich von der Insel zeigen zu können, steigen wir in diesen kleinen Zug mit Elektroantrieb. Das Teil heißt „Bördebahn“.

     
Damit wir viel mitkriegen, sitzen wir natürlich vorne und nicht weit weg vom Fahrer. Auch Oskar ist begeistert: Volles Programm ohne Rennerei: Das ist super!

Die Westseite der Insel ist mit hunderten Betonblöcken gegen Sturmschäden gesichert.

Gesprächsthema Nummer eins ist während der Fahrt natürlich der Sturm draußen auf der Nordsee. Der Fahrer der Bördebahn erklärt uns, was es mit den dicken Betonklötzen auf sich hat. Sie haben den komischen Namen „Tetrapoden“ und sollen verhindern, dass der Sturm die Küste anknabbert. Jeder dieser Kolosse wiegt 6 Tonnen.

     
Um uns und den Touristen klarzumachen, wie viel Kraft das Meer hat, zeigt uns der Fahrer dann das hier: Tetrapoden, wo sie eigentlich nicht hin gehören: Weggerissen vom Sturm und dann an Land geschleudert. Als Tourist muss man sich angesichts solcher Naturgewalten wegen seiner Seekrankheit also ganz bestimmt nicht schämen!

Unser Touristenführer zeigt uns natürlich auch die schönen Seiten der Insel. Das da gegenüber auf der Ostseite ist der zweite Teil von Helgoland. Die kleine Insel hat einen eher schlichten Namen, sie heißt „Düne“.

Wegen der vielen Robben gilt auf der kleinen Insel aber ein absolutes Hundeverbot. Oskar zurückgelassen? Auf keinen Fall! Der Sandhaufen dahinten kann uns gestohlen bleiben. Ist bestimmt total langweilig!

     
Dieser Teil von Helgoland ist „verboten“ und deshalb natürlich besonders interessant. Die Westküste ist oben im Norden ein „ornithologisches“ Schutzgebiet. Hier leben tausende Möwen und Lummen. Zugang erlaubt nur für geführte Touren mit Vogelschutzexperten oder anderen Biologen. Gleich wird´s spannend: Das mit den Vögeln ist nämlich längst nicht alles, was hier auf der Westseite so spannend ist!

Gut zu sehen: Die „Lange Anna“. Der steile Felsen ganz oben an der Westküste ist das Wahrzeichen der Insel.

Vielleicht ist es ja nur ein Gerücht, aber wenn was dran ist, dann wird vielleicht auch nachvollziehbar, warum da unten am Ufer Sperrgebiet ist. Unten im Wasser vor den Klippen sollen ganz besondere Schätze verborgen sein: Gemeint sind die Überreste von Bombern aus dem Zweiten Weltkrieg: Bei den Angriffen auf die Insel haben die Engländer viele riesige viermotorige Bomber durch Flakbeschuss verloren. Und so einiges davon soll hier immer noch im Wasser liegen.

Für uns steht jetzt schon fest, dass wir beim nächsten Besuch auf Helgoland das mit unserem Rost-Job nicht weiter erzählen. Wir sind dann einfach mal hochinteressierte Vogelfreunde!

     
Der Sturm hat sich gelegt, jetzt ist Schluss mit Freizeitprogramm. Endlich sind wir bei unserem Turm.

Kollege Tim und Oskar mit dem vom Hafenmeister ausgeliehenen Bollerwagen. Für den kleinen Handkarren sind wir dankbar. Unsere beiden Leitern sind echt sperrig!

     
Für unseren Chef Gerd Cordes und Tim ist jetzt Arbeit angesagt. Oskar muss unten bleiben. Viel zu gefährlich für kleine Hunde da oben.

     
Mit unserer zweiten kleinen Holzleiter geht es dann ganz nach oben aufs Dach: Zum ersten Mal ganz oben, puh, endlich geschafft!

Das Foto oben rechts täuscht übrigens ein bisschen: So richtig glücklich ist unser Kollege da oben auf dem Turm irgendwie nicht. Ganz schön wackelig, das mit den Leitern und viel zu viel Wind!

     
Eine Etage tiefer, innen im Turm: Links ist das alte kaputte Radargerät zu erkennen.

Früher, in den sechziger Jahren, wurde von hier aus der Schiffsverkehr beobachtet. Den Rahmen mit unseren Testblechen hatten wir im November 2015 oben in der Öffnung vom Radargerät festgeklemmt. Beim ersten Hinschauen dann ein kleiner Schock: Der Rahmen mit den Blechen ist weg!

Wie klein die Insel ist, kann man übrigens auf dem zweiten Foto gut erkennen: Durch das Fenster kann man die Lange Anna sehen. Zur Erinnerung: Unser Turm steht ganz im Süden, die lange Anna ist oben an der Nordspitze.

     
Mit Blitz sieht man mehr: Alles ziemlich zerdeppert hier oben. Von der alten Radartechnik ist nicht mehr viel übrig geblieben. Unten auf dem Boden finden wir eine zerbrochene Flasche Wermut. Hat hier oben jemand gefeiert?

     
Unten auf dem Boden findet Tim den Rahmen mit den Testblechen dann doch noch. Warum steckt er nicht mehr oben im Radargerät? War es der Wind? Oder hat hier oben vielleicht doch jemand Party gemacht?

Geschafft: Tim hat den Rahmen nach oben gezogen. Jetzt wird´spannend: Wie sehen unsere Testbleche aus?

Glück gehabt: Der Rahmen wurde nicht beschädigt. Die Bleche mit den Unterbodenschutz-Proben sind unversehrt.

Sehen Sie, wie stark einige der Bleche angerostet sind? Wir schätzen, dass die Belastung hier oben auf dem Turm ungefähr 20-30 mal so stark ist wie auf dem Festland. Wir sind sicher: Was hier hält, funktioniert später auch unter Ihrem Auto!

     
Auf dem schwarzen Blech in der Mitte sehen Sie die neue Lieblingsrezeptur von unserem Chef. Wenn auch die letzten Tests mit Fahrzeugen so positiv verlaufen wie hier auf Helgoland, wird aus diesem Rezept demnächst unser neuer Hochleistungs-Unterbodenschutz.

Einen Namen hat er schon: UBS Strong soll das neue Material heißen. Einsatzgebiet: Schwerer Korrosionsschutz. Was damit gemeint ist? UBS Strong ist für neue und auch für alte Fahrzeuge gemacht. Für leicht verschmutzte, sowie angerostete Bodenbleche und sehr harte Belastungen mit Streusalz.

Noch eine Besonderheit, an die sich Tim erst einmal gewöhnen muss: Immer wenn wir im Sommer auf Helgoland sind, gehört das Baden im Meer zum Pflichtprogramm!

     
Und wenn man ehrlich ist, waren die 16 oder 17 Grad Wassertemperatur nicht nur Tim zu kalt. Auch unser Chef brauchte eine Weile um reinzukommen.

Oskar hat sich sogar komplett verweigert. Als er das letzte Mal im Atlantik gebadet hat, war das alles irgendwie angenehmer. Teneriffa, November 2016: Fast das gleiche Wasser, auf der Karte eben nur ein bisschen tiefer!

Die Überfahrt zum Festland war wider erwarten kein Problem. Der Sturm ging so schnell wie er gekommen war. Ganz zu Ende ist unsere Geschichte aber trotzdem nicht. Da war ja noch was: Unsere XXL-Leiter! Dieses Mal haben wir sie nämlich mit zurück nach Hamburg genommen.

Haben Sie schon einmal versucht, mit einem vier Meter langen Gepäckstück U-Bahn oder Bus zu fahren? Wir können Ihnen versichern: Es geht nicht! Man kommt um keine Ecke, so ein Teil ist auf jeden Fall zu lang.

Und unser alter VW Bus aus der Werkstatt geht eigentlich auch nicht. Der Laderaum ist zu kurz und einen passenden Dachgepäckträger haben wir nicht.

Geht nicht, gibt´s nicht: Unser T4 auf dem Parkplatz bei den Landungsbrücken.

     
Liebe Hamburger Polizisten, jetzt bitte wegschauen: Es ging leider nicht anders!

Der Weg zurück in die Werkstatt. Alles gut: Oskar passt auf und die Polizei hat wohl grad andere Sorgen. Unsere Reise nach Helgoland geht ohne Ärger zu Ende.

Für unseren Kollegen Tim war die Helgoland-Premiere ein einschneidendes Erlebnis. Das mit dem Wind und dem kalten Wasser muss er nicht mehr haben. Neugierig geworden auf die Insel ist er aber natürlich trotzdem: Das nächste Mal kommt er vielleicht ohne Chef, einfach nur so ein paar Tage Urlaub machen.

Mal schauen, ob Sonderwünsche wie diese beim nächsten Test berücksichtigt werden.

Das nächste Mal dann vielleicht dann doch besser wieder nach Teneriffa? Tim würden sich freuen!

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