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Teneriffa-Test, Teil 2 von 7: Produktentwicklung durch Tests: Wie geht das?

Gut Ding braucht Weile! Erinnern Sie sich daran, wie lange wir gebraucht haben, um unseren durchsichtigen Unterbodenschutz UBS Clear bis zur Marktreife zu entwickeln?

Und das was damals so lange gedauert hat, war nicht nur die Entwicklungsarbeit an den verschiedenen Materialien selbst. Das, was fast noch mehr Zeit gekostet hat, waren die aufwändigen Bewitterungsprüfungen.

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Wer hat hier jetzt denn wirklich Drogen genommen? Sind Sie es vielleicht, weil sie grad tatsächlich glauben, dass Sie vor unserer Werkstatt einen kleinen Hund in einem Drachenkostüm sehen? Kann doch nicht sein, oder? Egal, was es mit dem Bild jetzt wirklich auf sich hat: Es gibt natürlich wie immer eine vernünftige Erklärung. Alles, was Sie hierzu wissen müssen, erfahren Sie, natürlich auch „wie immer“, am Ende unserer Geschichte!

Wie Sie im Februar 2016 im ersten Teil unserer Teneriffa-Geschichte lesen konnten, hat sich bei unserem durchsichtigen Material der Entwicklungsaufwand gelohnt: Mittlerweile wird UBS Clear sogar in der „Königsklasse der Rostschützer“, soll heißen im Schiffbau eingesetzt: Auf der Norwegian Epic“, einem der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, wurden die riesigen Räume für die Klima- und Lüftungstechnik mit UBS Clear behandelt. Dies ist zwar nicht der eigentliche Einsatzbereich, es zeigt aber dennoch, was das System kann!

Jetzt, im Frühjahr 2016, sind wir wieder einmal im Teststress: Und wieder einmal dauert es länger als geplant!

Wie Sie bestimmt gelesen haben, arbeiten wir schon lange an der Entwicklung eines Hohlraum-Sprays und an einem neuen schwarzen Hochleistungs-Unterbodenschutz, der auch auf schwierigen Untergründen funktionieren soll.

Bei beiden Produkten sind wir schon ziemlich weit, aber leider eben immer noch nicht ganz fertig.

Neben den Prüfungen auf Helgoland, in dem Schiffswrack an der Nordseeküste und unter dem Fernreisebus, gibt es jetzt also noch einen weiteren Test auf Teneriffa.

Salzwasser und Hitze: Schlimmer geht´s nicht

Wieder einmal testen wir unsere besten Produkte gegen die leistungsstärksten Materialien vom Wettbewerb.

Zwei Details sind dieses Mal jedoch anders als sonst:

Zum einen wurde ein Teil der Bleche vor dem Beschichten nochmals stärker angerostet. Noch mehr böser Gilb also, auf dem die verschiedenen Mittel von Anfang an durchhalten müssen!

Zum anderen haben wir auf der Insel ganz besondere Bedingungen: Wegen der Nähe zur Sahara ist es auf Teneriffa extrem heiß! Und wie wir alle noch auf dem Chemieunterricht wissen, wirkt Wärme bei Korrosion wie ein Turbo! Außerdem können wir hier auf der Insel ganz nebenbei testen, wie hitzebeständig und somit wüstentauglich die Materialien sind.

Der Rost-Urlaub auf Teneriffa

Was wir auf der Sonneninsel so alles erlebt haben, war ungemein spannend und liest sich fast wie ein Abenteuer. Damit unser Erlebnisbericht nicht wieder einmal zu lang wird, haben wir ihn aufgeteilt: Verteilt auf ein knappes Jahr werden es wohl sechs Geschichten sein. Insgesamt erwartet Sie jetzt weniger Text, dafür aber viele tolle Bilder. Für die Leser unserer Internetseite machen wir jetzt also auch „Comics“! Ist doch super, oder?

    Bereits veröffentlicht im Februar 2016:
1. Unser Job auf einem der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt und die neuen
    Unterbodenschutz-Tests.

    Jetzt gleich lesen Sie:
2. Wenn schon Drogen, dann bitte doch das teure Zeug: So testen wir bei TimeMAX!

    Anfang Mai 2016:
3. Rost unter Palmen: Warum wir zum Testen nach Teneriffa fahren

    Mitte Mai 2016:
4. Das Test-Abenteuer am Wellenbrecher

    Ende Mai 2016:
5. Kanaren, Madeira, Afrika und zurück: Unser Test auf dem Thunfischfänger

    Ende 2016 oder Anfang 2017:
6. Die Auswertung vom Unterbodenschutz-Test

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Bevor wir gleich mit den Testvorbereitungen in der Werkstatt loslegen, zeigen wir Ihnen zum Einstimmen jetzt erst einmal ein paar schöne Fotos.

Hier sehen Sie eine von unzähligen Buchten auf der Insel. Ob sie vielleicht für uns geeignet ist? Können wir hier vielleicht unsere Testbleche irgendwo unten am Wasser festschrauben? Das Schiff hinten rechts ist übrigens kein gewöhnlicher Frachter, sondern eines von vielen Bohrschiffen, die an der relativ ruhigen Ostseite der Insel auf Reede liegen und auf den nächsten Einsatz warten.

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Die gleiche Bucht, jetzt aber vom unten fotografiert. Sie scheint für das was wir vorhaben fast ideal. Einen kleinen Haken gibt es dennoch!

Unser ursprünglicher Plan sah so aus: Zuerst wollten wir eine kleine und einsame Bucht finden. Am besten eine, die nicht zu weit vom Flughafen entfernt ist und gut mit dem Mietwagen erreichbar werden kann. Dann sollten die Testbleche an einer blickgeschützen Stelle so an einem Felsen verschraubt werden, dass sie bei Wellengang ab und zu immer noch Spritzwasser abbekommen. Diese Belastung ist besonders schlimm: Hitze, sauerstoffhaltige Luft und zwischendurch Salzwasser!

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Obwohl wir hier auf der windgeschützten Seite der Insel sind: Die Brandung hat es auch bei wenig Seegang in sich.

Es ist einer der ersten Tage, fast ganz oben im Norden der Insel. Die Bucht liegt rund 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santa Cruz.

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Gefährlich sind hier nicht nur die Wellen und die Strömungen, sondern auch die dicken Felsbrocken kurz unter der Wasseroberfläche. Hier surfen nur die Einheimischen.

Leider sind gerade die Buchten, die mit dem Wagen gut erreichbar sind, auch bei den einheimischen Surfern sehr beliebt. Gar nicht so leicht, hier unbemerkt Bleche zu verschrauben!

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Firmenhund Oskar ist natürlich auch mit dabei. Für ihn ist die Reise gleich eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal fliegen und dann auch noch die wuchtige Brandung vom Atlantik: Alles neu!

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Ein Fotograf, der seine Aufgabe wirklich ernst nimmt, macht auch dann weiter, wenn das Wasser kommt: TimeMAX Chef Gerd Cordes und Oskar am Strand.

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Die Schuhe und die Hose sind ja nicht so wichtig, Hauptsache die neue Kamera vom Chef bleibt trocken!

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Erst die Pfoten, dann die Beine….

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…und dann drin bis zum Bauch: Oskar ist zwar erst ein Jahr alt, aber schon echt mutig!

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Der neue „Hochgeschwindigkeits-Anroster“ bei TimeMAX: So geht das mit dem Anrosten der Bleche jetzt noch schneller.

Jetzt wissen Sie also, was wir auf der Insel so vorhaben. Wir gehen nun erst einmal wieder zurück nach Hamburg, zurück in den Dezember 2015. Jetzt sehen Sie, wie wir unsere Tests vorbereiten. Zuerst wollen wir Ihnen unseren neuen „Hochgeschwindigkeits-Anroster“ zeigen: Es ist eine umgebaute Spülmaschine.

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Bevor die Bleche in unsere Maschine kamen, wurden sie gründlich sandgestrahlt. Ganz schön viel Rost, oder?

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Rostschäden dieser Art sehen wir am Unterboden von Kundenautos fast jeden Tag! Und genau das ist auch der Grund, warum unsere Testbleche bevor es losgeht so stark angerostet werden: Wir wollen realitätsnahe Prüfbedingungen!

Genau die Hälfte der Bleche, also sechs von insgesamt 12, haben wir dieses Mal noch einmal deutlich länger in der Maschine gelassen. So können wir beim Testen später dann vergleichen: Haftet der jeweilige Unterbodenschutz auch auf extrem dickem Rost?

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Unsere Testbedingungen sind realitätsnah. Wie bei einem Unterboden auch, wird der Rost nur grob entfernt.

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Für die Mitarbeiter in der Firma ist die Vorgehensweise nichts Neues: So arbeiten wir seit Jahren.

Die rostigen Bleche werden dieses Mal aber anders gereinigt: Statt einer Drahtbürste nehmen wir eine weniger gründliche Wurzelbürste mit Schweineborsten. Wie schon gesagt: Von unserem neuen Unterbodenschutz erwarten wir auch direkt auf Rost ein sehr gutes Ergebnis!

Wichtig für die Prüfung ist lediglich die obere Seite der Bleche. Um zu verhindern, dass der Rost von der Rückseite oder von den Blechkanten herum wandert und dann vorne das Ergebnis verfälscht, tragen wir natürlich einen „Kantenschutz“ auf!

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Die Rückseiten werden am Rand mit Rostschutzfarbe angepinselt, die Kanten werden relativ dick „betupft“.

Im professionellen Korrosionsschutz ist das sperrige Wort „Kantenschutz“ ein gängiger Begriff. Hier kommt eine kurze Erklärung für alle Nicht-Rostforscher: Die spitzen Ecken und Kanten müssen beim Testen immer einen Extraschutz bekommen. Sonst wird das Ergebnis verfälscht und die ganze Prüfung geht nach hinten los! Den Kantenschutz bringen wir in der Werkstatt übrigens auch auf. Er gehört am Unterboden zu unserem Standard.

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Endlich Ruhe zum Arbeiten: Die Werkstatt ist leer, die Telefone sind aus!

Überstunden für den Teneriffa-Test: Weil wir zeitgleich zwei Prüfungen machen wollen, gibt es doppelten Aufwand: Zweimal sechs, also insgesamt 12 Bleche müssen beschichtet werden. Wir spritzen immer dann, wenn die Werkstatt leer ist: Morgens ab halb sechs und abends, wenn alle weg sind.

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Auch bei den Produkten, die nicht aus unserer Produktion kommen, achten wir sehr genau darauf, dass sie korrekt verarbeitet werden.

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Von jedem Produkt werden insgesamt zwei Schichten aufgetragen.

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So sehen die fertig zusammengebauten Rahmen aus. Auf dem unteren Lochblech sind die Testbleche.

Nach dem Abtrocknen der verschiedenen Unterbodenschutz-Materialien kommen die Bleche in Kästen aus verzinktem Lochblech. Vorteil der Konstruktion: Die empfindlichen Oberflächen der Bleche sind geschützt.

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Der letzte Tag in der Werkstatt, Morgenappell mit Hund. Oskar zählt durch: Zwei Mann im Urlaub, zwei Mann krank: Was ist das bloß wieder einmal für ein Mist, da will man ja fast gar nicht losfahren!

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Hamburger Flughafen, kurz vor dem Abflug: Unser Koffer mit den beiden Rahmen im Hamburger Flughafen. So richtig glatt läuft es grad irgendwie nicht: Gleich gibt´s einen kurzen Aufreger und dann muss unser Chef sogar noch sein Portemonnaie rausholen!

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Ganz schön schwer das Test-Equipment: Fast 200 € mehr wegen Übergewicht!

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„Ähm, hallo junger Mann, fotografieren ist hier verboten! Und was ist denn das in dem Koffer da überhaupt: Ich dachte ihr wollt in Urlaub fahren? Was wollt ihr denn mit so ´nem Kram auf Teneriffa?“

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Durchblick mit Hightech: So sieht unser Koffer von innen aus!

Gut, einfach war es für unseren Chef wirklich nicht, den Mann am Röntgengerät zu überzeugen, dass das mit dem Fotografieren für diese Geschichte echt wichtig ist.

Nach kurzer Überzeugungsarbeit hat der Mann dann glücklicherweise tatsächlich eingelenkt: „OK, ich sehe es ja ein, scheint wohl echt wichtig zu sein. Dann knipst mal weiter!“

Wir sagen vielen Dank!

Wenn schon Drogen, dann bitte doch das teure Zeug!

Kurz vor der Reise war unser Chef mit Oskar noch mal beim Tierarzt. Seine Bitte an den Hundedoktor: „Der Hund fliegt in der Kabine als Handgepäck mit. Wenn der die ganze Zeit rumjault, gibt´s garantiert Ärger. Gibt´s da nicht was…?“

Zum Schluss wird unsere Geschichte dann also tiefenentspannt. Die High End-Entspannungs-Pillen vom Tierarzt haben ausgesprochen gut angeschlagen: Von der Aufregung mit dem Übergepäck und von der Sache mit dem Röntgengerät hat Oskar absolut nichts mitgekriegt!

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High und glücklich: Werkstatthund Oskar kann jetzt auch mit offenen Augen träumen!

In zwei Wochen erfahren Sie im nächsten Teil unserer Geschichte, warum das Klima auf Teneriffa für uns beim Testen so ideal ist. Salzhaltige Luft und Feuchtigkeit: Freuen Sie sich auf wunderschöne Rost-Fotos. Hier schon mal ein kurzer Vorgeschmack!

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Toller Rost, oder? Was Sie hier sehen, war einmal ein Seat 131 E. Er wurde von 1975 bis 1985 in Spanien gebaut. Ebenso, wie die fast baugleichen Fahrzeuge von Fiat, war auch der Seat ein berüchtigter „Schnellroster“.

Ach ja, da war doch noch was! Unseren Hund Oskar haben wir Ihnen ja nun wirklich ausgiebig vorgestellt. Wahrscheinlich wollen Sie aber jetzt doch noch wissen, warum er auf dem ersten Bild unserer Geschichte so ein komisches Drachenkostüm trägt. Hier kommt die nun Antwort: Oskar ist jetzt genau ein Jahr alt und richtig erwachsen geworden. Er gehört zum Team und ist jetzt unser Werkstatthund. Sein Job: Er passt auf die Autos unserer Kunden auf! Und die Mechaniker aus der Werkstatt waren es auch, die ihm sein geradezu grenzenloses Selbstbewusstsein beigebracht haben: Er weiß was drauf hat: Er ist schlau wie ein Fuchs, stark wie ein Bär und gefährlich wie ein Drachen!

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