Besondere Projekte | Korrosionsschutz unter erschwerten Bedingungen

 

Wir ahnten es schon lange: Sylt ist gefährlich!

Unter Autoliebhabern auf Sylt hat sich herumgesprochen, wie gefährlich das kleine Ferienidyll vor der Küste wirklich ist. Der Grund: Wegen des hohen Salzgehaltes der Luft setzen auf der Nordsee-Insel sogar Neuwagen recht schnell Rost an, hier korrodiert sogar verzinktes Porsche-Blech deutlich schneller. Bedingt durch die aggressive Atmosphäre wird die schützende Zinkschicht wesentlich schneller aufgebraucht. 
Neben einigen Gegenden am Alpenrand, wo viel Salz gestreut wird, gilt das Inselklima in Deutschland unter Korrosionsschützern zu Recht als besondere Herausforderung.



Nicht nur für den Einsatz auf Sylt wichtig: Rostschutzbehandlung für eine verzinkte Karosserie bei
TimeMAX.


Noch gefährlicher: Die arabischen Emirate

Noch unerbittlicher nagt der Rost nur, wenn zusätzlich zum hohen Salzgehalt in der Luft noch hohe Lufttemperaturen hinzukommen.

Ein solcher Fall ist zum Beispiel ist der arabische Golf. Bei Tagesdurchschnittstemperaturen von rund 40 Grad bläst der Wind vom Meer permanent salzhaltige Luft über das Land. Hier rosten Autos, Bohrinseln und andere Industrieanlagen um die Wette.

Die korrosionsfördernde Atmosphäre ist zum Beispiel in Dubai in Meeresnähe ist so aggressiv, dass selbst Edelstahl tiefbraun anläuft und langsam aber sicher zerstört wird. Bei Industrieanlagen in Meeresnähe hat der Korrosionsschutz deshalb höchste Priorität.

Im März 2006 haben wir begonnen, für einen in Dubai tätigen großen deutschen Anlagenbauer zu arbeiten. Die Aufgabe: Korrosionsschutz für eine besonders gefährdete Meereswasserentsalzungsanlage. Bislang haben wir rund 3000 kleinere und größere Bauteile der Anlagen mit Komponenten aus dem TimeMAX-System behandelt.

    

2006: TimeMAX-Korrosionsschutz für Bauteile einer Industrieanlage in Dubai.


Rostschutz für den Neubau einer Sporthalle

Im Frühjahr 2006 erhielten wir den Auftrag, den Neubau einer großen öffentlichen Sporthalle in Norddeutschland vor Korrosion zu schützen. In den insgesamt 22 Stützpfeilern der Konstruktion waren nach dem Aufbau der Halle erste Ansätze von Korrosion entdeckt worden.

  

Das besondere Problem bei der Behandlung: der rostgefährdete Spalt zwischen den Stahlfüßen und den knapp 20 Meter hohen Säulen der Konstruktion liegt in einem nicht einsehbaren Bereich und ist nur sehr schwer mit Korrosionsschutzmitteln erreichbar.

   

Zum Einsatz kam das im Kfz-Bereich bei bereits angerosteten Hohlräumen bewährte TimeMAX-Mehrschichtsystem. Wie auch bei älteren Autos war es bei diesem Projekt wichtig, eine Beschichtung zu applizieren, die sowohl kriechfähig als auch stabil ist. Unsere Videoendoskope wurden für die Diagnose und die Dokumentation eingesetzt. So konnten wir während der Arbeit die Schichtdicken der nacheinander verarbeiteten TimeMAX-Produkte kontrollieren.

   

Ein besonderes Bonbon für den Kunden: Alle Arbeitsschritte der Konservierung in dem mit bloßem Auge nicht einsehbaren Spalt haben wir mit dem Videoendoskop gefilmt. Nach Abschluss der Arbeiten wurde dem Kunden eine Aufzeichnung überreicht.

Februar 2007: Schadensanalyse bei Feuerwehrfahrzeugen

Bei diesem Auftrag, den wir in Zusammenarbeit mit Dr. Wilhelm Erning von der Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfung (BAM) durchgeführt haben, ging es primär um das Thema Kontaktkorrosion. Bei einem Hersteller von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen in Südeuropa waren bei relativ jungen Fahrzeugen wiederholt Fälle von Aluminiumkorrosion aufgetreten. Nach der Schadensanalyse haben wir zusammen mit Dr. Wilhelm Erning ein Konzept für die Vermeidung dieser Korrosionsschäden erarbeitet. 

  

Kontaktkorrosion: Eine Behandlung der Schäden macht nur Sinn, wenn die Ursache erkannt worden ist.