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Oldtimer Lackierung ohne dicke Lack- und Spachtel Schichten

Wer kennt das Problem nicht: Je älter der Klassiker wird, desto “dickbauchiger” und “unförmiger” werden die Türen, die Hauben und andere Anbauteile.
Grund für das pausbäckige Outfit: Im Laufe des langen Autolebens werden auf der Karosserie immer wieder aufs Neue dicke Spachtel- und Lackschichten aufgetragen.
Besonders schlimm: Auch wenn die Reparaturstelle nur ein kleiner Rostpickel ist, wird oft gleich das halbe Auto lackiert. Die Folgen sind bekannt: Der Wagen wird immer unförmiger!


 

Warum ist die Ursache für das Dilemma immer die gleiche?

Der Lancia bei TimeMAX vor der Tür. Als der Wagen im Sommer 2013 zum Trockeneisstrahlen angeliefert wurde, ahnte der Besitzer noch nicht, dass der Wagen für immer bei uns bleibt.

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Kleine Mädchen, die ein großes Herz haben, bringen aus dem Spanien-Urlaub einen streuenden Hund mit und peppeln ihn wieder auf. Große Jungs, die ein großes Herz haben, sammeln Autos, die andere nicht mehr wollen. Unser Chef ist auch so einer.

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Dieser Lancia ist uns im August 2013 “zugelaufen”. Als der Kunde nach dem Trockeneisstrahlen die Löcher im Bodenblech gesehen hatte, war er vor Schreck weggelaufen. Wir haben kurze Zeit später angefangen, uns nebenbei nach Feierabend um die kleine Italienerin zu kümmern. So schön wie von innen, ist der Wagen von unten nicht.


 

Das Problem: Der Zahn der Zeit verändert den Farbton

Für die exakten Farbtonmischungen gibt es in Lackierbetrieben computersteuerte Mischmaschinen. Bei neuen Autos ist es deshalb relativ einfach den passenden Farbton zu finden: Haube auf, Farbcode ablesen (steht oft direkt neben der Fahrgestellnummer) und fertig! Nach einigen wenigen Spritzversuchen wird der Farbton dann meist relativ schnell gefunden. Das sogenannte “Anspritzen” ist kein Problem.
Bei alten Autos ist das alles nicht ganz so einfach. Wer hier versucht, auf ein- und demselben Bauteil kleine Stellen anzuspritzen, wird besonders auf den ebenen Flächen schnell Farbtonunterschiede sehen. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe:

-Früher wurden die Autos im Werk mit lösemittelhaltigen Nitrolacken lackiert. Die heute verwendeten Reparaturlacke sind wasserlöslich und anders aufgebaut.
– Die Lacke von Oldtimern verändern sich durch Alterung und Sonneneinstrahlung und können ausbleichen. Besonders empfindlich sind Rot- und Blautöne.
-Auf Hauben und Dächern, also dort, wo die UV-Strahlung der Sonne den Lack besonders angreift, verändern sich die Farbtöne oft schneller als z. B. an den Schweller unten am Wagen.


 

Alte Farbtöne aus längst vergangenen Zeiten sind eine zusätzliche Herausforderung

Wie oben schon erwähnt, stehen die verschiedenen Farbtöne bei den Lackierbetrieben nicht fertig gemischt im Regal. Auch die alten Farbtöne werden für jeden Auftrag neu angemischt.
Jetzt kommt der Haken: Den wenigsten Lackierern gelingt es, beim Anmischen der Farbe den alten Farbton so genau zu treffen, dass anlackiert werden kann. Eine Lackreparatur von kleinen Flächen ist dann nicht mehr möglich. Als Folge können dann immer nur komplette Bauteile lackiert werden. Nicht selten wird wegen solcher Schwierigkeiten sogar der ganze Wagen neu lackiert. Auch eigentlich gute Autos entwickeln sich so im Laufe der Jahre zu unförmigen Spachtelbombern.


 

Was macht TimeMAX bei Lackierarbeiten anders?

Wir bei TimeMAX versuchen bei allen Reparaturen den Grad der Veränderung gering zu halten. Unser Ziel: Die Originalität soll so weit wie möglich erhalten bleiben.
Bei Lackierarbeiten arbeiten wir mit ausgewiesenen Spezialisten zusammen. Die Lackiermeister in den Partnerbetrieben verwenden bei unseren Kundenwagen sehr viel Zeit und Mühe den Farbton zu treffen. Ein weiteres wichtiges Detail: Bevor die Kundenwagen in den Lackierbetrieb gehen, werden die zu bearbeitenden Flächen bei TimeMAX mit unseren Grundierungen aus dem Schiffbau behandelt. Die Gefahr neuer Rostbildung wird so minimiert.

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Einer der Spezialisten unseres Vertrauens: Lackiermeister Janusz Bartosch von “Autohaus Turan” aus Hamburg-Wandsbek. Damit unser Chef seine an diversen Stellen geschweißte Fulvia nicht komplett lackieren muss, wird beim “Anlackieren” der reparierten Stellen ein sehr großer Aufwand betrieben. Das wichtigste: Der passende Farbton! Sehen sie die beiden Geräte auf dem Kotflügel? Was mag das sein?

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Die wunderschöne Fulvia ist ein schwerer Fall. Der Farbton ist durch Alterung und Sonneneinstrahlung unterschiedlich stark ausgeblichen. Aus diesem Grund hat unser Lackierer mit zwei technisch unterschiedlich arbeitenden Lack-Messgeräten gearbeitet. Diese Arbeitsweise ist zwar zeitintensiv, aber sehr genau.

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“Pingeliges” Arbeiten: Nach dem Messen war unser Lackierer für zwei Tage verschwunden. Als er mit drei Probeblechen zurück kam, war er immer noch leicht missmutig: “Das war dieses Mal echt schwierig Gerd! Bis ich den Farbton hatte, hat´s ganz schön gedauert.”

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Unsere Fulvia in der Lackierkabine. Alle Bereiche die jetzt mit Folie abgeklebt sind, sollen nicht mit lackiert werden. Unser oberstes Ziel: Der ursprüngliche Zustand soll so weit wie möglich erhalten bleiben!

Lancia Fulvia A 02
Ein häufiger Fehler bei Lackierungen: Unten am Schweller ist der Lack zu dünn. Die Ursache: Da es in Lackierkabinen keine Hebebühnen gibt, erreichen die Lackierer den unteren Bereich der Radhäuser und den Schweller nur mit großer Mühe. Ein weiteres Problem sind die Lackierpistolen. Für diesen Zweck sind sie oft zu groß und müssen deshalb zu sehr gekippt werden. Emre Özcelik von “Autohaus Turan” zeigt wie man es richtig macht: Er benutzt für diese Anwendung eine Spezial-Pistole!

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Unser Lackierer benutzt eine SATA-Pistole mit einem PPS-Spezialaufsatz von 3M. Im Farbbehälter steckt hier ein Kunststoffeinsatz. Beim Verspritzen der Farbe zieht sich der Einsatz durch das entstehende Vakuum zusammen. Da das Auslaufen der Farbe mit dieser Technik verhindert wird, kann die Pistole weiter gekippt werden als sonst üblich. Wer so ein Gerät einsetzt, erzielt deutlich bessere Ergebnisse!

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7. April 2014: Unsere Fulvia nach Abschluss der Lackierarbeiten vor der TimeMAX-Halle. Alle sind glücklich! Das Ergebnis ist super. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Karosseriebauern und dem Lackierer hat wieder ein mal sehr gut funktioniert.

Wer wissen will, wie die Fulvia fertig zusammen gebaut aussieht, kann hier bei uns in der Rubrik “News” demnächst Bilder sehen.

Hier die Kontaktdaten unseres Lackierers:
Autohaus Turan e.K.
Inh. Dursun Turan
Holstenhofweg 58
22043 Hamburg

Telefon: 040 – 6921 9900 0

info@autohaus-turan.de

www.autohaus-turan.de
www.turan.autoprofi.de

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