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Der Geländewagen für die Ewigkeit

Der Geländewagen für die Ewigkeit:
Rostschutz bei einem Toyota Land Cruiser HJ 61 von 1989

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Der HJ 61 von Toyota hat einen Ruf wie ein Donnerhall. Sein 4-Liter-Diesel-Direkteinspritzer hat nicht nur Drehmoment ohne Ende, er gilt außerdem auch als ungemein langlebig. Laufleistungen von weit über 500.000 Kilometer sind keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Die Technik ist so robust, dass er eigentlich ewig halten könnte.

Aber Vorsicht, die Geschichte vom Dauerläufer aus Fernost hat natürlich doch einen Haken. Es ist der Rost! Die Ursache für die Anfälligkeit ist die gleiche wie bei vielen anderen Geländewagen auch. Sie sind eigentlich als LKW konzipiert. Richtigen Korrosionsschutz ab Werk gab es weder für die Hohlräume, noch für den Unterboden. Gegenüber anderen Geländewagen wie z. B. Mercedes G oder Land Rover hat der HJ 61 von Toyota aber einen wichtigen Vorteil: Neben der Technik ist auch die Karosserie einfach und vor allem logisch aufgebaut. Es gibt weder Kontaktkorrosion wie beim teilweise aus Aluminium gebauten Land Rover, noch besonders rostempfindliche Karosseriefugen wie beim Mercedes G.

Überleben ohne richtig guten Rostschutz geht nicht!

Ein idealer Langläufer also: Wer diesem Wagen eine Rostschutzbehandlung bei TimeMAX gönnt, hat dann den Geländewagen fürs Leben! Mit dieser Fotoserie wollen wir Ihnen jetzt zeigen, was wir bei uns in der Werkstatt so alles machen, damit ein Auto „ewig“ hält. Über vier Arbeitstage haben die Arbeiten an dem Wagen insgesamt gedauert. Aber es hat sich gelohnt: Dieser Toyota wird auf jeden Fall überleben! Schauen Sie selbst! Auch Ihr Geländewagen könnte jetzt bei uns auf der Bühne stehen!

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Egal, welches Rostschutz-Programm bei uns in der Werkstatt durchgeführt wird: Zuerst muss der Unterboden des Wagens in der Waschhalle gereinigt werden. Um zusätzlich auch noch alten Unterbodenschutz zu entfernen, strahlen wir die Wagen oft mit Trockeneis ab.

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Alter Unterbodenschutz musste bei unserem Beispiel-Toyota nicht entfernt werden. Bei dem Wagen reichte uns für die Rahmenspülung und die Unterbodenreinigung ein kräftiger Hochdruckreiniger mit Reinigungsmitteln und heißem Wasser.

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Erst nach dem Reinigen wird sichtbar, wie rostig der Unterboden wirklich ist. Der erste Eindruck täuscht: Die Anrostungen sind nur oberflächlich. Durchrostungen gibt es nicht.

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Jetzt kommt unsere Reparaturfarbe TimeMAX PAINT REPAIR zum Einsatz. Vorher muss der Oberflächenrost aber so gut wie möglich mechanisch entfernt werden. Hierfür nehmen wir entweder Drahtbürsten-Aufsätze oder Schruppscheiben. Zur Not geht auch eine einfache Drahtbürste.

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Ganz gleich, welches Entrostungsverfahren man anwendet: Vor allem in verdeckten Bereichen und an den Ecken und Kanten bekommt man leider nicht alles weg! Hier kommt später dann unser Fett zum Einsatz.

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Rost macht die Oberfläche vom Stahl uneben und rau. Unsere Reparaturfarbe wird deshalb nicht einfach „auf“-lackiert, sondern mit einem kräftigen Pinsel tief in den Rost hinein gerieben. Das besondere: Sie funktioniert auch auf angerosteten Oberflächen.

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Anschließend wird der Wagen für die Unterbodenbehandlung vorbereitet. Bremsen, Gummis und Stecker am Unterboden werden aufwändig mit Folie abgeklebt. Oben wird der Wagen komplett eingehüllt. Nur so kann eine Verunreinigung des oberen Bereiches und der lackierten Flächen verhindert werden.

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Anschließend werden alle Öffnungen und Spalten in der Karosserie mit Schaumstoff ausgestopft. So werden auch im Motorraum Verschmutzungen vermieden. Die Arbeiten mit der Folie und dem Schaumstoff dauern bei großen Fahrzeugen sechs bis acht Stunden!

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Jetzt kommt unser Unterbodenschutz TimeMAX COLOR zum Einsatz. Weil wir eine hohe Schichtstärke erreichen wollen, wird das Material in mehreren Schichten aufgetragen. Damit unsere Kunden die Arbeiten nachvollziehen können, fotografieren unsere Mechaniker die Arbeitsabläufe und zeigen, was gerade gemacht wird.

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Wir gehen auf „Nummer Sicher“: Bei der Beschichtung von unten in insgesamt drei Schichten werden jeweils unterschiedliche Farbtöne genommen. So kann man beim Spritzen einer neuen Schicht erkennen, ob alles deckend erreicht wurde. Bei unserem Beispiel-Toyota haben wir zuerst schwarz, dann grau und zum Schluss wieder schwarz genommen. So kann später auch der Kunde erkennen, dass wirklich drei Schichten aufgetragen worden sind.

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TimeMAX COLOR ist eine eigene Entwicklung, eine Mischung aus einem alten Schiffsfarbenrezept und den Wirkstoffen aus unserem Rostschutz-Fett. Das Material wird mit Pressluft verspritzt.

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So sieht der Unterboden vom Toyota jetzt aus. Die erste Schicht in schwarz wurde deckend aufgetragen.

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Gleich folgt die zweite Schicht TimeMAX COLOR. Sie soll sich farblich deutlich unterscheiden und wird deshalb in grau aufgetragen.

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Auch die Achsen und die Blattfedern werden mit behandelt.
Das Schwarz ist nicht mehr sichtbar, alles ist grau.

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Jetzt kommt die dritte und letzte Schicht TimeMAX COLOR.

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So sieht der Unterboden nach der dritten Schicht aus. Die Flächen am Unterboden sind nun optimal geschützt. Wir nennen diesen Teil der Unterbodenbehandlung übrigens „Flächenschutz“.

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Der Schutz der Flächen ist am Unterboden aber noch nicht alles. Nach unserer Philosophie müssen die rostigen und auch die besonders empfindlichen Stellen zusätzlich geschützt werden. Was jetzt noch fehlt, nennen wir bei uns in der Werkstatt „Kantenschutz“. Hiermit sind die Ecken, die Kanten, die Schweißnähte und auch alle Bereiche im sogenannten „Spritzschatten“ gemeint.

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Wieder wird dem Kunden mit einem abfotografierten Zettel gezeigt, was gerade an seinem Wagen gemacht wird. Für den Kantenschutz nehmen wir unser Rostschutz-Fett TimeMAX 2000. Es ist im Vergleich zum Flächenschutz relativ weich und kann deshalb auch „um die Ecke kriechen“. Somit bekommen dann auch die verdeckten Bereiche echten Langzeitschutz!
Die hellen Stellen auf dem rechten Foto zeigen den fertig aufgespritzten Kantenschutz mit unserem Rostschutz-Fett.

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Ein Schweller und ein Radhaus nach der Kantenschutz-Behandlung am Unterboden. Nach wenigen Wochen auf der Straße wird das helle Fett durch den Staub schwarz. Noch ein Grund also, bei der letzten COLOR-Schicht den Farbton „schwarz“ auszuwählen.

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Auch nach einer gründlichen Endoskopie finden wir in den unteren Hohlräumen keinen Blattrost. Für ein Fahrzeug, dass so alt ist, ist dies ausgesprochen ungewöhnlich. Für die Behandlung nehmen wir deshalb wieder unser bewährtes Universal-Fett. Ein spezielles Material, wie z. B. das extra kriechfähige TimeMAX 1000, wird nicht benötigt.

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Viel hilft viel: Wer hier am Rahmen mit Material spart, spart am falschen Ende.

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Der Blick unseres Kollegen Tim nach unten hat einen guten Grund. Das überschüssige Fett läuft aus den Wasserablauflöchern heraus und tropft in eine rollbare Wanne. So kann es dann ohne Verschmutzung aufgenommen werden.

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Gute Arbeit Tim! Alle Hohlräume und Träger am Unterboden wurden erreicht.

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Ein gutes Beispiel, um zu zeigen wie wichtig es ist, hochwertige Endoskope zu benutzen: Beim Blick ins Innere des Schwellers wird sichtbar, dass es eine Bohrung zu einem weiteren versteckten Hohlraum gibt. Auch dieser versteckte Hohlraum wurde durch unsere gründliche Vorgehensweise sicher geschützt.

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Die Behandlung auf der Bühne ist jetzt fertig. Der Wagen wird nun wieder auf die Räder gestellt.

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Für die Hohlraumbehandlung mit Rostschutz-Fett werden je nach Modell einige wenige oder auch mehrere Verkleidungen und Anbauteile abgebaut werden.

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Nur so werden die dahinterliegenden Hohlräume für die Behandlung sicher erreicht.

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Auch verschlossene Hohlräume werden konserviert. Für die meisten Fahrzeugmodelle haben wir aufwändige Behandlungspläne erarbeitet. Unsere Datenbank umfasst jetzt, 11 Jahre nach der Firmengründung, knapp 1.500 Fahrzeuge (Stand Mai 2015). Kompliziert aufgebaute und in mehrere Kammern unterteilte Hohlräume werden endoskopiert und für unser Archiv sogar von innen gefilmt. Auf den beiden Bildern oben „zeigt“ unser Kollege dem Kunden, dass er die B-Säule und das Radhaus rechts hinten erreicht hat. Für den Zugang hat er jeweils eine Schraube der Scharniere herausgedreht.

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Nur wenige Toyotas aus den achtziger Jahren haben den Rost überlebt. Dieser Wagen hat Dank der Behandlung bei uns den größten Teil seines Lebens jetzt sogar noch vor sich. Für das nächste Vierteljahrhundert ist er nun bestens gerüstet.

Adresse

TimeMax GmbH und Co. KG
Albert-Schweitzer-Ring 39
22045 Hamburg
Telefon: 040 - 460 93 91 0

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