Qualitätsprobleme ab Werk?
Dieses Kapitel könnte auch "Kurzlebig und trotzdem teuer" heißen. Trotz angeblich perfekter Rostsschutzvorsorge der Hersteller bekommen wir in der TimeMAX-Werkstatt in den letzten Jahren immer häufiger junge Autos mit starken Korrosionsschäden zu Gesicht. Besonders ärgerlich ist die mangelhafte Vorsorge der Hersteller, wenn es sich um extrem kostspielige Neuanschaffungen wie Luxusmodelle, Geländewagen und Wohnmobile handelt.
Jung und trotzdem durchgerostet: Bei einer endoskopischen Untersuchung zwei Jahre vorher wären die Schäden noch rechtzeitig entdeckt worden. Jetzt muss teuer repariert werden.
Wichtig zu wissen: Auch die Annahme, dass Aluminium- und besonders Zinkbleche für ewig vor Rost schützen, ist nicht richtig! Richtig ist nur, dass es meist länger dauert, bis die verzinkte Karosserie an bestimmten Stellen dann doch durchrostet. Beim Einsatz von Aluminiumblechen oder –bauteilen stellen wir oft Kontaktkorrosion fest.
Bei Wohnmobilen ist der Aufbau zwar meist aus Kunststoff, das Fahrerhaus und der Rahmen aus Stahl rosten dafür aber oft umso schneller. Einige der meistverkauften Modelle aus der 50.000 Euro Klasse sind oft schon nach acht bis zehn Jahren, z. B. am Scheibenrahmen, irreparabel durchgerostet.
Die Entscheidung, wie schnell Autos rosten, fällen nicht nur die Hersteller bei der Konstruktion, sie ist auch von der betreuenden Werkstatt abhängig. So haben zum Beispiel nur wenige Mechaniker bei Inspektionen die Zeit, Rostblasen unter dem Lack genau zu untersuchen und verstopfte Wasserablauflöcher in der Karosserie zu reinigen. Um den Rostschutz (und damit dann auch um die Lebensdauer des Wagens) sollte man sich als Besitzer also am besten selbst kümmern. Auch bei jungen Autos müssen bei Inspektionen regelmäßig alle Wasserablauflöcher auf Verstopfungen kontrolliert werden. Bei wertvollen Fahrzeugen und bei den besonders gefährdeten Geländewagen und Wohnmobilen, lohnen sich regelmäßige endoskopische Vorsorgeuntersuchungen und eine TimeMAX–Rostschutzbehandlung auf jeden Fall.
