Rostschutz für Hohlräume



Wie funktioniert das
TimeMAX-System in Hohlräumen?

Für die Behandlung von Hohlräumen verwenden wir je nach Zustand der Karosserie unterschiedliche Produkte. Bei sehr gut erhaltenen Fahrzeugen und geringer Beanspruchung, wie z. B. bei selten genutzten Ausstellungsfahrzeugen, setzen wir bei bestimmten Bauteilen auch von uns modifizierte Hohlraumwachse ein. Durch den Zusatz von Korrosionsschutzölen werden sie elastischer und widerstandsfähiger.

In den meisten Fällen kommt jedoch das TimeMAX–Mehrschicht-System mit Korrosionsschutzfetten zum Einsatz. Sie enthalten keine Lösemittel und können deshalb nicht verspröden. Die verschiedenen auf einander abgestimmten Produkte werden nacheinander verarbeitet. Auf eine weiche und kriechfähige Schicht folgen härtere Deck- und Schutzschichten.

So gelangen bis zu drei Schichten nacheinander in die Hohlräume.

Das System zeichnet sich durch eine hervorragende Schutzwirkung aus. Es ist sowohl in seiner vorbeugenden Wirkung, als auch in seiner Funktion als Rost-"Stopper" einmalig. Für die Profile von Türdichtungen und andere empfindliche Bereiche haben wir weiterhin gummiverträgliche Korrosionsschutzfette entwickelt.

Schicht 1: TimeMAX 1000 Speed
Direkt auf dem meist rostigen Blech schützt die extreme Kriechfähigkeit von TimeMAX 1000 Speed die empfindlichen Spalten und Falze.

Schicht 2: TimeMAX 2000 Protect
Die anschließend darüber aufgebrachte festere Sperrschicht TimeMAX 2000 Protect wirkt als Schutz vor Ablaufen, Abrieb und Beschädigung.

Schicht 3: TimeMAX 3000 Cover
An einigen Stellen in der Karosserie arbeiten wir zusätzlich mit einer dritten noch festeren Schicht. Unter bestimmten Bedingungen bildet sie eine Sicherheitsreserve.


Mehrschichtaufbau für Langzeitschutz in Hohlräumen

Um die Kriechfähigkeit und somit die Schutzwirkung zu optimieren, werden die Fahrzeuge nach der Behandlung in einer Lackierkabine langsam und schonend erwärmt. Hier fließen die verschiedenen Mittel in einander über. Überschüssiges Material läuft ab.
Die jetzt entstandene Schicht bietet perfekten Langzeitschutz: Sie ist unten auf dem Blech relativ dünn und kriechfähig und wird oben durch eine festere Schicht abgedeckt und geschützt.

Die Wirkungsweise des Systems: Sichtbar gemacht durch Video-Endoskopie

 

  

1. Rostbefall im linken Schweller eines Jaguar XJ 6, Bj. 1984. Auf dem Boden des Hohlraums liegt Blattrost.

2. Mit einem pneumatischen Schlagwerkzeug wird der Blattrost vom Blech gelöst. Der unten liegende Blattrost wird abgesaugt oder ausgeblasen.




Schicht 1: TimeMAX 1000 Speed 




Schicht 2: TimeMAX 2000 Protect




Schicht 3: TimeMAX 3000 Cover


TimeMAX-Dokumentation und Scheckheft

Wie hoch das Vertrauen in unsere eigenen Leistungen ist, wird durch unseren Anspruch deutlich: Das Ziel jeder TimeMAX-Behandlung ist echter Langzeitschutz, sowohl bei rostfreien Fahrzeugen, als auch bei bereits stark angerosteten Klassikern!

Während der Behandlung werden alle Arbeitschritte und Schäden am Fahrzeug fotografiert. Die Hohlräume werden gründlich mit flexiblen Endoskopen untersucht. Die Schäden werden notiert und anschließend in das Scheckheft eingetragen.




Pro Fahrzeug entstehen bei der Rostschutzbehandlung etwa 180 Fotos. Sie werden bei uns archiviert und für unsere Kunden auf CD gebrannt. Das TimeMAX–Scheckheft gegen Durchrostung geht über 20 Jahre! 


Auch bei schweren und schwersten Fällen, d. h. bei Klassikern mit bereits stark angerosteten Hohlräumen, lassen wir unsere Kunden nach der Korrosionsschutzbehandlung nicht im Stich. Nach der TimeMAX–Mehrschicht-Konservierung und der anschließenden thermischen Behandlung bekommen unsere Kunden das TimeMAX–Scheckheft und die dazu gehörige Foto–CD ausgehändigt.


Das TimeMAX-Scheckheft: Wie funktioniert echter Langzeitschutz bei alten Fahrzeugen?

Eine wichtige Grundlage für den perfekten Schutz der Karosserie ist die Diagnose. Bei der Erkennung von "Problemzonen" und bereits vorhandenen Schäden in Hohlräumen ist neben der unverzichtbaren Endoskopie auch unser umfangreiches Archiv hilfreich. Über fast alle Klassiker haben wir in den vergangenen 20 Jahren Schwachstellenanalysen und Hohlraumpläne gesammelt. Nur so ist es uns möglich, alle gefährdeten Stellen zu erkennen und zu behandeln.

Besonders bei bereits geschädigten Karosserien sind die Fotodokumentation und das Scheckheft wichtig: Abgestimmt auf den Zustand des Wagens können die Schäden so in bestimmten Abständen leicht kontrolliert werden. In selten Fällen, z. B. bei großen Mengen Blattrost in den Hohlräumen, wird gegebenenfalls nachbehandelt. Alle Untersuchungen werden im Scheckheft eingetragen. Sinnvoll sind diese Inspektionen auch nach Unfällen mit Blechschäden, bei Fahrzeugen mit unsachgemäß reparierten Bauteilen (große Mengen Strahlsand oder Dreck in Hohlräumen, überlappt geschweißte Bleche, Spachtel, ...) und hart beanspruchten Geländewagen.

Für eine Rostschutzinspektion für das Scheckheft berechnen wir je nach Zeitaufwand rund 150 Euro. Sie gehört bei TimeMAX jedoch nicht zum Pflichtprogramm. Wir empfehlen die Nachuntersuchungen im Abstand von zwei oder drei Jahren. Die Einträge im TimeMAX-Scheckheft erhöhen den Wiederverkaufswert des Fahrzeuges.


Hoher Aufwand für bestmöglichen Ergebnisse

"Vier bis sechs Tage? Warum dauert die Korrosionsschutzbehandlung eigentlich so lange?" Diese oder ähnliche Fragen wie "warum kostet das bei Ihnen so viel Geld?", haben wir schon oft gehört. Eine der wichtigsten Antworten auf diese Fragen zuerst: Eine TimeMAX–Korrosionsschutzbehandlung ist mit konventionellen "Hohlraumkonservierungen" nicht vergleichbar. Der Aufwand ist wesentlich höher.

Die relativ lange Verweildauer der Fahrzeuge bei uns in der Werkstatt hat gleich mehrere Ursachen. Bei einer so genannten „Hohlraumkonservierung“ kommen meist Wachse zum Einsatz. Da diese Produkte Lösemittel enthalten, müssen sie vor der Verarbeitung nicht aufwändig erhitzt werden. Sie können daher ohne großen Aufwand und somit auch günstig verarbeitet werden.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass viele Wachse auf bereits angerosteten Untergründen keinen ausreichenden Schutz bieten. Bei unseren Tests (siehe www.timemax.de/tests) haben wir gleich mehrfach bewiesen, dass die meisten Wachse auf rostigen Untergründen abplatzen, sobald die Lösemittel verdampft sind. Aus diesem Grund verwenden wir Korrosionsschutzfette. Die Verarbeitung ist sehr aufwändig. Die Fette müssen auf rund 100 Grad erhitzt werden.

Ein weiterer Grund, warum solche als "Hohlraumkonservierung" angebotenen Behandlungen nicht ausreichend schützen, ist die oft mangelhafte handwerkliche Durchführung: Anstatt das Interieur auszubauen und Hohlräume freizulegen, werden einige wenige Löcher gebohrt und hinterher mit Stopfen verschlossen. Selten werden für diese Arbeiten pro Fahrzeug insgesamt mehr als zwei bis drei Stunden veranschlagt. Weiterhin machen sich nur wenige Werkstätten die Mühe, den Unterboden des Wagens vor der Behandlung zu reinigen und beschädigten Unterbodenschutz gründlich zu entfernen.


Handwerk ohne Hektik

Bei TimeMAX nehmen wir uns Zeit für Ihr Fahrzeug. Für die Komplettbehandlung einer viertürigen Limousine planen wir inklusive der anschließenden thermischen Behandlung in der Wärmekammer vier bis fünf Arbeitstage ein. Vor der Behandlung werden die Hohlräume des Wagens mit flexiblen Endoskopen untersucht. Das Interieur wird ausgebaut. Der Teppich wird ausgebaut oder zumindest angehoben, in den meisten Fällen werden auch die Scheinwerfer und die Rückleuchten demontiert. Allein die Reinigung des Unterbodens, die Endoskopie, die Demontagearbeiten und die anschließende Fotodokumentation dauern im Schnitt einen Arbeitstag. Viele Hohlräume und andere gefährdete Bereiche können nur nach einer aufwändigen Demontage erreicht werden.

Die Grenzen des Systems

Natürlich haben wir auch schon einmal diese Frage gestellt bekommen: "Wie ist das mit dem Langzeitschutz gemeint, hält mein Wagen jetzt wirklich ewig?"

Nach dem Studium dieser Internetseite, auf der nachzulesen ist, mit welchem Aufwand wir die verwendeten Produkte immer wieder testen und ganz besonders aber nach der TimeMAX-Behandlung, wenn unsere Kunden das Scheckheft und die Foto-CD in der Hand halten, beantworten sich Fragen dieser Art oft von selbst. Es ist unser Bemühen und unser erklärtes Ziel, unserem Anspruch bei wirklich jedem Fahrzeug gerecht zu werden. Immer, wenn wir unsicher sind, ob die entdeckten Rostschäden in den Hohlräumen nicht vielleicht doch zu stark sind, greift unser Sicherheitssystem: Die Schäden werden erkannt und im Scheckheft eingetragen. So können, Scheckheft-Untersuchungen vorausgesetzt, auch Fahrzeuge mit schweren Rostschäden gerettet werden.

Zugegeben, es gibt tatsächlich Klassiker, bei denen auch wir Bauchschmerzen bekommen. Es sind Fahrzeuge, bei denen unsere Arbeit noch länger gedauert hat als üblich und bei denen wir dann trotzdem ein schlechtes Gefühl haben, wenn sie vom Hof fahren: Pfusch ab Werk oder schlecht durchgeführte alte Reparaturen sind dann meist die Ursache für das Unbehagen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, müssen wir bei einigen Fahrzeugen die Notbremse ziehen. 

Angefangen... und dann abgebrochen (um den Kunden anzurufen): Als sich beim Trockeneisstrahlen des Unterbodens am ganzen Wagen der millimeterdicke Spachtel löste, war klar, dass dem Porsche mit einer Rostschutzbehandlung nicht geholfen ist. Er muss erst einmal gründlich restauriert werden...

Manchmal ist es besser, wenn man in der Rostschutz-Abteilung nicht jeden Auftrag annimmt!



Die Rostlöcher wurden bei der "Reparatur" in Kalifornien nicht fachgerecht geschweißt, sondern großflächig zugespachtelt.